Gestern war es wieder einmal so weit, die Wettervorhersagen haben eine Sturmwarnung für einen Großteil Österreich gemeldet – unter anderem auch für Wien. Dies hat immer ganz starke Auswirkungen auf die Gegend in der Donau City, denn durch die vielen hohen und langen Gebäude wird der Wind wie in einem Kanal gefangen und wie zu einer Düse gebündelt, die dann unerwartet hinter einer Hausecker hervorbläst als würde man hinter einem laufenden Flugzeug vorbeigehen. Personen die sich fast im 45° Winkel zu einer Seite geneigt fortbewegen sind dann keine Seltenheit sondern eher die Regel.

Ganz schlimm hat es heute dann eine Rollstuhlfahrerin erwischt – wie wir aus unserem Büro erkennen konnten: sie dürfte vom Wind erfasst worden sein und raste zwischen dem Ares Tower und der dahinter liegenden Wohnanlage hervor und konnte offensichtlich nicht mehr bremsen. Sie raste ca. mit 20km/h auf den Abgrund zu der nur durch einen dünnen kleinen Zaun geschützt ist.

Ungebremst ist die Rollstuhlfahrerin dann in den Zaun gefahren, der sie vor einen Sturz in die ca. 10 Meter Tiefe bewahrt hat. Und glücklicherweise hatte sie sich nicht verletzt und sofort sind Personen zu Hilfe geeilt und haben sie aus der Gefahrenzone geschoben.

Leider wird seit Jahren nichts gegen die bereits bekannte Gefahr Wind getan. Offensichtlich muss hier wirklich etwas passieren, dass Medien und Politik darauf aufmerksam werden und Vorkehrungen getroffen werden, dass Anrainer und Arbeitende endlich sicher spazieren können.